Der Unterschied zwischen Aktion und Nicht-Aktion Ihres Besuchers liegt vor allem in einem Teil Ihrer Webseite: im Text. Ich arbeite schon viele Jahre mit Kunden aus dem Mittelstand zusammen, und ich habe so einige Projekte erlebt. In den meisten Fällen schrieb der Chef selbst. Seine Webseite als Aushängeschild war ihm so wichtig, dass er sie zur Chefsache erklärte. Heraus kamen mehr oder weniger wirksame Texte. Wenn der Chef selbst schreibt, ist das an sich nicht schlecht. Denn er kennt sich aus, und vor allem kennt er die Wünsche seiner Kunden. Dennoch: Texten ist ein Handwerk und dafür brauchen Sie das richtige Rüstzeug. Entdecken Sie in diesem Kapitel, mit welchen Mitteln auch Sie besser schreiben werden. Sie können es erlernen, ebenso wie Sie als Kind das Fahrradfahren gelernt haben. Lassen Sie sich nicht entmutigen, sondern legen Sie einfach los. Ziehen Sie auch in Erwägung, professionelle Hilfe für Ihre Texte in Anspruch zu nehmen. Wenn der Text tatsächlich wichtiger ist als die Aufmachung Ihrer Webseite, dann wird sich das in Ihrem Budget widerspiegeln. Das Textbudget sollte mindestens so groß sein, wie das für den Grafik- oder Webdesigner. In jedem Fall empfehle ich Ihnen, Ihre Texte vor Veröffentlichung lektorieren zu lassen. Das bedeutet, dass eine Fachkraft Ihre Texte Korrektur liest, sie verbessert und ihnen den abschließenden sprachlichen Feinschliff verleiht. Ich lasse fast alle meine Texte lektorieren, die ich veröffentliche. Meine Empfehlung für Ihr Lektorat ist Frau Thomas vom Büro Annoto in Dresden (www.annoto.de), der ich nun schon viele Jahre meine Texte anvertraue. Sie arbeitet nicht nur zuverlässig und preiswert, sondern auch mit einer sprachlichen Eleganz, die jeden ihrer Kunden glücklicher und erfolgreicher werden lässt. Ein Tipp noch zum selber Schreiben: Werden Sie nicht erst kurz vor Toreschluss aktiv! Sie kennen das: Manche Menschen meinen, sie bräuchten den Druck, um produktiv zu sein. In Wahrheit verlieren sie damit die Zeit, um auf Unvorhergesehenes zu reagieren und Dritte zu Rate zu ziehen. Ich rate statt dessen zu der „Thomas-Mann-Methode“: Der weltberühmte Autor schrieb jeden Tag ein bis zwei Stunden nach dem Mittagessen. In dieser Zeit schaffte er zwei oder drei Seiten. Das scheint nicht viel für einen Tag. Doch blickte er am Ende auf zahlreiche Werke von Weltruhm zurück. Auch wenn Sie nicht so berühmt werden möchten wie Thomas Mann, steckt in seiner Methode ein großer Vorteil für Sie. Machen Sie es sich zur Angewohnheit, möglichst jeden Tag ein Stück an Ihrem Projekt zu arbeiten. Dann werden Sie eine ungeahnte Wirksamkeit erreichen. Fangen Sie noch heute an! »»» Weiter zu Modul 3b: Der Text ist das wichtigste Verkaufselement |
